Ich hatte ja Yvonne, die meine Zimmernachbarin nach der Geburt war, eine Weihnachtskarte geschickt. An Heiligabend hatte sie mir auch eine in den Briefkasten gesteckt. Und wie es der Zufall wollte, habe ich Yvonne gestern in der Stadt gesehen, als ich auf dem Weg zu meiner Mutti war, um sie von der Arbeit abzuholen. Erst sieht man sich gar nicht und dann sofort, nachdem man sich kurz geschrieben hat. Schon seltsam. Heute habe ich sie dann angerufen, um uns zu treffen. Am 2.1.2006 soll es so weit sein. Dann kommt sie um 12 Uhr. Ich bin gespannt, was Leo sagt. Er kennt ja sonst eigentlich nicht viele kleine Kinder. Jetzt ist Leo wieder am Schnobbeln. Von 11.15 bis 12.30 hat er schon geschlafen und nun schläft er seit 15.30 Uhr. Er ist schon ein total liebes Kind. Mit Papa hat er heute schon Klassikmusik gehört. Ob er es noch aus dem Bauch kennt? Zumindest schien er sehr interessiert.
Gestern war Heiligabend und Leo hat so gestaunt über seine Geschenke. Das Schaukelpferd und der Hochstuhl haben ihn nicht so interessiert, aber der kleine Ball, der darauf reagiert, wenn man auf ihn herumdrückt. Auch die Schildkröte Taylor fand Leo ganz toll. Heute waren wir bei Oma und Opa in Möser. Leo hat kaum geschlafen. Wahrscheinlich weil er noch nicht so oft dort war und es eben nicht seine gewohnte Umgebung war. Jetzt ist es 22.15 Uhr und Leo schnobbelt selig. Ich habe dich lieb, mein Spatz.
Heute hat unser Mäuschen bis 8 Uhr geschnobbelt. Gestern ist er auch erst um 22.30 Uhr eingeschlafen. Das heißt, wir sind alle um diese Zeit ins Bett gegangen, weil er einfach nicht schlafen wollte. Dann ist er von ganz allein in seinem Bettchen eingeschlafen. Ja, heute vor genau einem Jahr begann der Lebensweg unseres Mäuschens. Ich bin so froh, dass es dich gibt.
Gestern wurden wir doch wirklich nach den zwei Sätzen von Oma unterbrochen. Sie kam mit unserer Whoopel. 45 Minuten später waren Christian, Leo und ich auf dem Weg nach Magdeburg zu Kristina und Angelina. Wir waren zum Kaffeetrinken eingeladen, damit wir uns vor Weihnachten noch einmal sehen. Sie staunten, wie groß Leo schon geworden ist und dass er schon greifen will und sogar kann, dass er schon laufen will und mit etwas Hilfe stehen kann. Leo gefiel der Nachmittag nicht so gut. Neben Angelina war noch ein Mädel da - 4 Jahre. Angelina kreischte manchmal ganz schön rum, sodass Leo Angst bekam. Weil es so laut dort war, konnte er nicht einschlafen, obwohl er müde war, und weinte deshalb. Kurz vor halb sieben waren wir aber dann Gott sei dank wieder zu Hause.
Jetzt sitze ich gerade mit Leo am PC. Er schaut mir dabei zu, wie ich Buchstaben hineinkritzele.
Nun ist es schon zwei Monate her, dass ich das letzte Mal ins Tagebuch geschrieben habe. Erst kam ein Auftrag, der ziemlich schwer und hektisch war. Dann geschah etwas Schlimmes. Meine Uroma ist am 10.11.2005 verstorben. Es ging so schnell. Sie kam morgens ins Krankenhaus und abends war sie bereits verstorben. Deshalb konnte ich auch einfach nicht schreiben. Dabei hat Leo schon so viel Neues gelernt. Er erzählt wie ein Weltmeister. Er greift schon Gegenstände. Er will laufen, laufen, laufen. Und er lacht so schön, dass man einfach alles andere vergisst. Jetzt werde ich auf jeden Fall versuchen, jeden Tag ein paar Zeilen zu schreiben und somit Leos Lernprozess festzuhalten. Am Mittwoch war Papa mit Leo zum Kinderarzt. Mit 14 Wochen war er 61 cm groß und wog 6260 kg schwer. Der Kopfumfang betrug 40 cm. Dort lächelte er die Schwester und Ärztin an, obwohl sie es nicht verdient hatten; denn Christian musste fast eine Stunde warten, bis er mit Leo an die Reihe kam.
gezeigt den beleuchteten Weihnachtsmond in der Küche, Arm lässt sich auf einmal ganz leicht strecken, er hat dann die Lampen selbst einzeln angefasst mit ausgestrecktem Arm, auch im Schlafzimmer, wo ein Lichtbogen im Fenster aufgestellt wurde.
06:30-07:10 120 ml – Rest 30 = 90 ml
07:20-08:30 geschlafen
08:50-09:50 150 ml – Rest 60 = 90 ml
10:00-10:40 geschlafen
10:55-11:25 alte Flasche 20 + 150 ml neue Flasche
11:30-11:50 geschlafen
11:50-12:00 10 ml
12:5-12:40 Schaukel + Märchen Max&Moritz (gelacht + Bilder geguckt)
12:55-14:10 geschlafen + "Schulterschlaf"
14:20-15:40 anziehen raus, Postbank, SchartauerStr., Tierarzt mit Whoopie vorbei
bis 16:00 Beschäftigung + Trinken ab 16:00 Uhr 60 ml
Kaum geballert den ganzen Tag und Tag danach früh, war bestimmt Wachstumsschub am 24.11.2005, guckt auch ganz aufgeweckt jetzt und schaut auch gern Bilder an. TV ist auch sehr beliebt neuerdings, vor allem Kinderprogramme.
Beim Spielen auf dem Bodenspielplatz kann Leo jetzt auf Kommando den "Stern" boxen, damit er Geräusche macht und das wie gesagt auf "Kommando".
Abends im Büro: "Wo ist der Leo?" hab ich gerufen vom Stuhl aus, der Leo hat gesagt "here" ganz niedlich, hat sich zumindest so angehört.
Schnupfen und Husten (2 Tage), wahrscheinlich durch den langen Nebelspaziergang (Kinderwagen), war auch Wetterumschwung, erst die Tage davor noch relativ warm, dann auf einmal nur 2-5 Grad.
Umgehend wurde zusätzl. ein Wärmecover für den Tragesack gekauft.
"neues Ausdrucksmittel" – "sprechen", wenn er lacht
Nun ist schon wieder eine Ewigkeit vergangen, seit ich das letzte Mal etwas geschrieben habe. Zwischendurch ist einiges passiert. Wir waren am 11.10. bei der Kinderärztin zur U3. Die Hüften und Nieren wurden wieder geschallt und bei Leo ist alles in Ordnung. Im Wartezimmer fing er an zu weinen und da stillte ich ihn. Zuerst guckten alle, warum denn das Kind weine, und als sie merkten, dass ich ihn jetzt stillen möchte, guckten alle beschämt weg. Fand ich irgendwie lustig.
Bei der letzten Babymassage war Leo zunächst wach, wollte dann gestillt werden und ist dann friedlich eingeschnobbelt, sodass wir bei der Massage nicht mitmachen konnten. Na ja, alles halb so wild, besser als wenn er wieder geweint hätte ohne Ende.
Gestern waren Christian, Leo, Whoopie und ich anderthalb Stunden spazieren. Es schien die Sonne und es hat richtig doll Spaß gemacht. Unser Kleiner lacht auch immer mehr. Ich weiß, es ist noch unbewusst, aber es sieht so süß aus. Er kann aber auch im einen Moment lachen und im nächsten Moment eine Schippe ziehen, was aber genauso süß aussieht. Jetzt schläft er schon seit mehr als zwei Stunden ganz lieb. 9.30 Uhr ist er eingeschlafen und nun ist schon fast 12 Uhr.
Ach ja, Christian und ich haben uns letzten Freitag einen Kindergarten in der Berliner Chaussee angesehen. Die Oma hat auf Leo aufgepasst. Der Kindergarten gefällt uns schon sehr, jedoch ist er wahnsinnig weit weg. Zudem kann er dort erst mit zwei Jahren hingehen, da sie erst Kinder ab 2 aufnehmen.
Dann wollten wir noch zu einem Kindergarten in der Nähe des Krankenhauses. Es war aber schon 11.30 Uhr und die Erzieherinnen wollten die Kinder ins Bett bringen, sodass wir dort morgen noch einmal hingehen, wenn die Erzieherinnen etwas mehr Zeit haben.
Wir haben letzten Freitag auch endlich das Paket für Dr. Resch abgegeben. Wir wollten es an der "Information" abgeben, aber die Dame am Schalter wollte es nicht annehmen, da sie den Arzt nie zu Gesicht bekommt. Somit ist Christian zur Wochenstation hochgegangen und hat das Paket Schwester Doreen gegeben. Sie fand es total niedlich und sagte, dass sie es in sein Zimmer legt. Er sei aber noch im Urlaub und komme erst am Montag wieder. Also wird er wohl gestern das Päckchen bekommen haben. Was war da eigentlich noch alles drin? Nervennahrung, das sind knusprige Getreide-Schokoladen-Häppchen; Quick Kick, schokolierte Kaffeebohnen; ein Schutzengel, den ich in Magdeburg im City-Carrè gekauft habe; eine Flasche Wein mit dem Aufdruck "Für einen wunderschönen Abend" und eine Karte, in der wir uns noch einmal bei ihm bedankten.
Heute ist unser Spatzl einen Monat alt geworden und hat das gebührend beschrieen.
Heute hatte ich meinen ersten Frauenarzttermin nach der Geburt. Klein Leo musste erst einmal quengeln und schreien, damit die Ärztin ihn auch ja auf den Arm nimmt und mit ihm knuddelt. So ein Schlawiner.
Danach war dann Babymassage. Ich habe ihn gleich angelegt, als ich dort war. Es waren nämlich noch nicht alle Teilnehmer da. Es lief auch anfangs alles wunderbar. Er ließ die Beinmassage seelenruhig über sich ergehen. Es schien ihm sogar richtig Spaß zu machen. Nach einer Weile hatte er aber die Nase voll und begann wieder zu weinen. Ich habe versucht, ihn zu beruhigen und wollte ihm die Brust geben. Aber nein, die wollte er nicht, obwohl er eigentlich gesucht hat und den Mund aufmachte. Ich habe ihn kaum beruhigen können. Nach einer Weile mit Nuckel ging es dann und ich konnte sogar mit der Babymassage weitermachen. Es hat aber nicht lange gedauert und unser Leo-Spatz begann erneut das Weinen. Jetzt war er überhaupt nicht mehr zu beruhigen. Marita, Schwester und Kursleiterin, meinte dann, vielleicht möchte er einfach seine Ruhe. Ich legte ihn dann in den Autositz und schaukelte ihn ein bisschen. Und siehe da, er beruhigte sich und schlief sogar ein. Mein kleiner Engel - so artig. ![]()
Heute hatten wir es auch endlich geschafft, das Päckchen für Dr. Thomas Resch zu packen. Ich sollte es dann allein abgeben und noch fragen, ob Herr Resch da wäre, meinte Christian. Aber das habe ich mir nicht getraut. Also müssen wir es ein anderes Mal abgeben.
Ach so, als ich dann von der Babymassage nach Hause kam, habe ich ihn erst einmal gestillt. Es hat nicht lange gedauert und da hat mein Spatz mich zweimal richtig doll angelächelt. Ach, war das süß. Ich wollte es dem Papa zeigen, aber da hat er es nicht mehr gezeigt. Schade. Aber es dauert bestimmt nicht mehr lange und unser Leo lächelt uns die ganze Zeit hat. Ich freu mich schon drauf und der Papa auch.
Jetzt (20.37 Uhr) liegt unser Spatzl wieder ganz artig neben mir und schnobbelt. Er ist noch gar nicht bettfertig, obwohl er das sonst immer schon zwischen 17 und 18 Uhr ist. Aber heute war alles ein bissel stressig.
Heute ist schon der 05. Oktober und ich habe eine Ewigkeit nicht geschrieben. Gestern ist unser Leo seit vier Wochen auf der Welt und morgen am 06.10. wird er einen Monat. Mein Gott, ich weiß gar nicht, wo die Zeit geblieben ist... Es kommt mir überhaupt nicht so lange vor. Ich wollte auch noch schreiben, wie das Wetter zu Leo's Geburt war. Das habe ich ganz vergessen. Also am 06.09. schien die Sonne vom Himmel, als würde es sie bald nicht mehr geben. Es war so schön sonnig und warm, wie man es im Hochsommer vermisst hat. Auch die Tage danach war es sehr schön sonnig und sehr warm. Die Zimmer hitzten sich total auf, sodass wir ab Mittag Vorhänge und Rollo's schließen mussten. Aber am Morgen war es schön, aus dem Fenster zu sehen und das Gebäude gegenüber anzuschauen, das von der Sonne so schön bestrahlt wurde. Das hatte irgendetwas Beruhigendes an sich. Einfach schön.
Heute sind wir mit Leo zweimal mit dem Kinderwagen spazieren gewesen. Der Kleine hat so schön geschlafen. Jetzt (21:39 Uhr) liegt er auch neben mir auf der Couch und schläft. Ich könnte ihn die ganze Zeit ansehen und ihm bei allem zusehen. In der letzten Nacht hat er von 22 Uhr bis 04:18 Uhr geschlafen. Wahnsinn!!! Wir waren mächtig stolz auf unseren kleinen Mann, dass er so lange durchgehalten hat, bis sich der Hunger gemeldet hat. Mal sehen, wie die nächste Nacht wird.
Christian wollte heute um 12 Uhr den Kinderarzt wegen der U3 anrufen, aber leider hatten sie schon ab 11 Uhr keine Sprechzeit mehr. Also muss das morgen erledigt werden. So, ich werde dann mal "Einsatz in vier Wänden - Spezial" weiterschauen und noch ein bisschen im Urbia-Forum lesen. Dann geht's auch bald ins Bett.
Ich muss jetzt noch ein Lied hier einstellen, dass irgendwie das wiederspiegelt, was ich (Papa mit Sicherheit auch) im Moment empfinde:
Ich spür' Dich in meinen Träumen
Ich schließ' Dich darin ein
Und ich werd' immer bei Dir sein
Ich halt' Dich wie den Regenbogen
Ganz fest am Horizont
Weil mit Dir der Morgen wieder kommt
Für Dich schiebe ich die Wolken weiter
Sonst siehst Du den Sternenhimmel nicht
Für Dich dreh' ich so lang an der Erde
Bis Du wieder bei mir bist
Für Dich mach' ich jeden Tag unendlich
Für Dich bin ich noch heller als das Licht
Für Dich wein' und schrei' und lach' und leb' ich
Und das alles nur für Dich
Und wenn ich Dich so vermisse
Bewahr' ich die Tränen auf für Dich
Du machst ein Lachen draus für mich
Ich hör' Dich ganz ohne Worte
Ich fühle, wo Du bist
Auch wenn es noch so dunkel ist
Für Dich schiebe ich die Wolken weiter
Sonst siehst du den Sternenhimmel nicht
Für Dich dreh' ich so lang an der Erde
Bis du wieder bei mir bist
Für Dich mach' ich jeden Tag unendlich
Für Dich bin ich noch heller als das Licht
Für Dich wein' und schrei' und lach' und leb' ich
Und das alles nur für Dich
(Yvonne Catterfeld: Für Dich)
Am Mittwoch, dem 7.9.2005 war Punkt 7 Uhr Visite. Dabei waren der Chefarzt, unser Arzt von der Entbindung, eine Stationsschwester und noch zwei andere Frauen, die ich nicht kannte. Der Chefarzt meinte bei mir, dass mein Blutdruck beobachtet werden müsse. Ansonsten schien alles okay.
Danach verlief der Tag wie der vorherige. Frühstück, Leo stillen, wickeln, Mittagessen, Leo stillen, wickeln, das Gleiche nochmals, dann Abendbrot usw. Unser Leo-Schatz war so was von artig. Ich war richtig stolz auf ihn. Auch nachts, als der Sohn von meiner Zimmernachbarin eine Ewigkeit schrie, war er ruhig und schlief.
Am nächsten lief das gleiche Prozedere ab, nur das keine Visite war. Dafür waren die Kleinen beim Kinderarzt. Dort wurde Ultraschall gemacht, um zu sehen, ob Wirbelsäule und Nieren und Gehirn gut entwickelt sind. Kurz vor dem Mittagessen gingen wir noch zur Physiotherapie wegen der Rückbildungsgymnastik. Das Ganze hat vielleicht 15 Minuten gedauert. Wir bekamen noch einen Zettel mit, auf dem alles noch einmal erklärt wurde.
Dann am Freitag war der große Aufbruch. Klein Leo musste noch einmal zum Kinderarzt. Dann musste er noch einmal gewogen werden, um sein Entlassungsgewicht zu ermitteln. Dann hieß es: Warten auf Christian. Zu Mittag gab es süß-saure Eier. Na ja, zu Hause ist es auf jeden Fall leckerer. Dann kam noch Frau Ramme, die sagen wollte, dass sie am nächsten Tag vorbeikommt, um nach dem Rechten zu sehen und für den Fall, dass ich Fragen habe.
Als wir aufbrachen, trafen wir noch einmal unseren Arzt Thomas Resch. Er fragte noch, ob ich jetzt ein Jahr zu Hause bleibe. Leider nein, als Selbstständige muss man leider früher wieder ans Arbeiten denken, aber acht Wochen gönne ich mir.
Er wünschte uns noch alles Gute und dann waren wir auch schon draußen. Dort fotografierte Christian mich und Leo und ich fotografierte die beiden zusammen. Zwei Mitarbeiterinnen vom Krankenhaus fragten uns, ob sie ein Foto schießen sollen, auf dem wir beide mit dem Leo sind. Das nahmen wir dankbar an.
Beim Auto angekommen, freute ich mich schon auf meine Whoopie-Maus. Als ich sie aus dem Auto ließ, suchte sie erst einmal das Weite. Womit kommen die denn an?, fragte sie sich wahrscheinlich. Dann brauchten wir noch eine Weile, um den Römer Baby-Safe richtig anzuschnallen. Mittlerweile geht es aber ruckizucki.
Zu Hause schnobbelte klein Leo noch ein bisschen und Whoopie sah ziemlich durcheinander aus.
Mutti kam dann zum Kaffeetrinken und brachte Kuchen mit. Abends sind wir noch alle zusammen spazieren gegangen. Whoopie war so aufgedreht, dass sie anfangs ziemlich laut und heftig bellte.
Danach genossen Christian, Leo und ich unsere Dreisamkeit.
Am Mittwoch, den 14.9.2005 begann bei mir eine sehr schmerzhafte Brustentzündung. Oh Gott, tat das weh. Ich fühlte mich, als hätte ich eine starke Grippe mit Kopf- und Gliederschmerzen und Fieber. Am Freitag besserte es sich nach Ausstreichen unter der Dusche. Jedoch begann es Freitagabend erneut - nur an einer anderen Stelle. Am Sonntag, den 18.9.2005 hatte ich es dann richtig überstanden. Gott sei Dank. Das muss ich nicht noch einmal haben.
Heute ist Leo schon 18 Tage alt. Ab und zu hat er seine Wachphasen und will ständig an der Brust nuckeln. Wir haben schon alles Mögliche probiert - Tee trinken, schaukeln, umhertragen, Späße machen -, nichts hat geholfen, ihn zu beruhigen, abzulenken oder zu vertrösten. Nach kurzer Zeit fing er immer wieder zu weinen an. Das einzige, was half, war das Nuckeln an Mutti's Brust. Dann scheint er nach kurzer Zeit eingeschlafen zu sein. Man löst ihn dann vorsichtig von der Brust. Es dauert nicht lange, da bemerkt er es und beginnt erneut zu weinen. Das geht so lange, bis er wirklich tief und fest im Reich der Träume ist. Morgen kommt die Hebamme, wahrscheinlich zum letzten Mal. Mal sehen, was sie uns für einen Rat geben kann.
Frühstück bekam ich auch noch. Jedoch hatte ich keinen großen Hunger und knabberte nur an allem herum. Halb zwölf bekam ich dann Mittagessen (Nudeln mit Jägerschnitzel und Tomatensoße). Als ich gerade dabei war, das zu essen, kam Christian auch schon. Unser Sohnemann war schon bei mir im Zimmer. Aber das hat eine Weile gedauert, bis sie ihn mir brachten, weil er zunächst etwas niedrige Temperatur hatte. Aber er hat sich ganz schnell erholt und lag nun ganz müde in seinem blauen Wagen (blau für Jungen, gelb für Mädchen). Ja, es war schon komisch, lauter blaue Wagen waren in dieser Woche auf der Station. Erst am Donnerstagabend gab es wieder einen gelben Wagen - das einzige Mädchen in dieser Zeit.
Den ganzen Tag lang sah ich unausgeschlafen aus. Das sieht man auch auf einigen Bildern, die an diesem Tag geschossen worden. Etwa gegen 16.45 Uhr hatte Christian meine Mutti, meinen Vati und seine Mutti abgeholt. Da war das kleine Zimmer schnell voll. Gut, dass ich noch keine Zimmernachbarin hatte. Abends gegen 21 oder 22 Uhr kam dann meine Zimmernachbarin. Sie hatte 32 Stunden in den Wehen gelegen. Oh Gott, wie hat sie das nur durchgestanden? Ihr Bube maß 54 cm und wog etwa 3900 gr. Dagegen war mein Leo ein Leichtgewicht.
Nun sind schon wieder zwei Tage vergangen und ich habe nichts geschrieben. Stehen geblieben waren wir ja beim Kopf hinunterrutschen. Als er draußen war, dachte ich, ich hätte es geschafft, weil doch immer gesagt wird, der Kopf sei das schwierigste. Aber nein, ich musste weiterpressen; denn der Körper flutscht nicht so einfach so von allein mit durch. Viel leichter als der Kopf war das keineswegs, muss ich sagen. Aber wie schon gesagt, es ging alles super schnell und dann war klein Leo schon auf der Welt. Einen Schrei hat er nicht von sich gegeben. Jedoch röchelte er leicht, was eigentlich kein so gutes Zeichen ist. Als ich an mir herunterschaute, lag er einfach dort da und röchelte. Arzt und Hebamme holten etwas Fruchtwasser aus seinem Mund und schauten, ob es ihm den Umständen entsprechend gut geht. Sie gaben ihm etwas Zeit, sich von den Strapazen der Geburt zu erholen. Nach einer Stunde war das Röcheln auch weg und es war gut, dass Arzt und Hebamme nicht den Kinderarzt hinzugezogen hatten; denn dann hätten sie unseren Leo auf die Kinderstation gebracht und ich hätte ihn nicht bei mir.
Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob die Hebamme mir den Kleinen sofort auf die Brust legte oder ob Christian erst die Nabelschnur durchschnitt. Die Nabelschnur durchschnitt Christian. Beinahe wäre dabei ein kleiner Finger von Leo eingeklemmt worden, aber Mama hat es noch rechtzeitig gesehen und darauf hingewiesen. Ich glaube, als der Kleine auf meiner Brust lag, entnahm unser Arzt Thomas Resch aus der Nabelschnur Blut, um die Stammzellen für das Vita 34-Paket fertig zu machen, damit es dann von Vita 34 abgeholt und nach Leipzig gebracht werden kann.
Dann wurde der Kleine von unserer Hebamme Sylvia Ramme gewogen, gemessen und angezogen. Papa Christian hat dabei zugesehen. Ich wurde in der Zwischenzeit genäht. Dabei mussten zunächst die Beine wie beim Frauenarzt-Stuhl übergeschlagen werden. Vorsorglich wurden sie mit einer Schnalle gesichert, damit der Arzt von der Patientin nicht versehentlich getreten wird. Das glaube ich zumindest.
Als alles fertig war, beglückwünschte uns der Arzt zu unserem Nachwuchs und verschwand. Christian und ich hatten dann noch etwas Zeit allein mit unserem Neuankömmling und konnten uns nicht satt sehen.
Etwa 7 Uhr kam eine Hebamme und brachte mir eine Schüssel mit Wasser und Lappen, damit ich mich etwas frisch machen konnte. Leo wurde dann ins Wärmebettchen gesteckt und bald darauf ging Christian, um allen Bescheid zu geben, dass klein Leo geboren wurde und alle wohlauf sind.
Ich wurde dann mit Rollstuhl auf mein Zimmer gebracht. Unser Leo blieb vorerst im Kreißsaal im Wärmebettchen. Ich war noch total wackelig auf den Beinen und war froh, wieder im Bett zu liegen.
Irgendwann kam dann eine Schwester und brachte einen Beutel mit lauter Proben für das Baby.
Heute ist schon Sonntag, der 18. September. Ich wollte eigentlich schon eher weiter schreiben, aber eine Brustentzündung ließ es nicht zu. Ich wusste gar nicht, wie schlimm so etwas sein kann. Man fühlt sich, als hätte man Grippe. Heute geht es schon etwas besser, aber die Brust ist immer noch hart und schmerzt etwas. Aber jetzt will ich erst einmal dort weitermachen, wo ich aufgehört habe.
Also es ging dann am 5. September um 22.15 Uhr ins Krankenhaus. Wir kamen an und mir lief das Fruchtwasser die Hose hinunter. Das war wirklich ein unangenehmes Gefühl. Wir also rasch hoch zum Kreißsaal. Dort angekommen, kam von der Wöchnerinnen-Station eine Ärztin. Sie rief gleich in die Station hinein, dass wir vor dem Kreißsaal stünden und jemand kommen solle. Wir warteten kurz und da kam eine Hebamme, und zwar unsere Hebamme, Frau Ramme. Das war ja eine Überraschung.
Ich wurde dann untersucht. Dort hieß es: Der Muttermund ist erst 1 cm offen. Also wir seien viel zu früh. Jedoch wurde vorher immer gesagt: Wenn die Fruchtblase platzt, dann soll man ins Krankenhaus. Ich wurde noch ans CTG angeschlossen, auf dem auch Wehen zu sehen waren. Der Arzt, der hinzukam, machte noch einen Ultraschall und schätzte unseren Knirps auf 3300 gr. Er konnte es aber nicht genau sagen, da das Köpfchen schon zu weit unten lag. Somit konnte er den Umfang des Köpfchens nicht mehr messen, um das genaue Gewicht zu bestimmen.
Er schien mir sehr kompetent, da er uns auch mit dem Vita 34-Paket das Gefühl gab, zu wissen, wovon er spricht. Er hatte das schön öfter gemacht und bisher ging alles gut. Sei aber das Leben von Kind oder Mutter in Gefahr, ginge das natürlich vor und die Nabelschnurblutentnahme rücke in den Hintergrund.
So, da der Muttermund erst 1 cm offen war, bekam ich ein Zimmer, in dem ich noch ein bisschen schlafen sollte. Christian wurde nach Hause geschickt, was ich überhaupt nicht toll fand. Nun ja, ich wurde dann um etwa 0.30 Uhr in ein Zimmer gesteckt, in dem schon eine junge Frau mit ihrer Tochter lag. Man konnte sehr gut erkennen, ob es sich um ein Mädel oder Bub handelte; denn Mädels bekamen einen gelben Wagen und Buben einen blauen. Die junge Frau sprach mir noch Mut zu, dass alles halb so schlimm ist. Bei ihr fing es davor die Woche Donnerstag auch um die gleiche Uhrzeit an wie bei mir. Jedoch musste sie bis Freitag 15 Uhr kämpfen, bis sie ihre Tochter in den Armen hielt.
Ich legte mich also hin und versuchte, etwas Ruhe zu finden. Jedoch konnte ich nicht lange dort liegen bleiben; denn die Schmerzen wurden schlimmer und schlimmer. Ich hätte die junge Frau und das Baby wach gehalten, wenn ich noch länger in dem Zimmer liegen geblieben wäre. Also ging ich um etwa 1 Uhr auf den Flur. Die Hebamme und die Stationsschwester schauten mich ganz verständnislos an. Ja, ob sie es glaubten oder nicht, die Schmerzen wurden schlimmer und zwar rasend schnell. Ich quälte mich dann in dem Speiseraum der Wöchnerinnen-Station von Wehe zu Wehe. Die Schmerzen wurden so stark, dass ich nicht einmal merkte, wie ich mir die Zehennägel umknickte. Hört sich eklig an, aber ich will hier ja alles so aufschreiben, wie es wirklich war, und da gehört das auch mit hinein. Ich war froh, dass es Nacht war. So konnte ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen und musste nicht auf andere Leute Rücksicht nehmen.
Ich glaube, so gegen 2 Uhr wurde ich dann nochmals untersucht. Und siehe da, der Muttermund war schon 2 bis 3 cm offen, obwohl diese Phase ja am längsten dauern sollte. Das hätten Hebamme und Stationsschwester wohl nicht gedacht, dass es bei mir relativ schnell ging. Ich musste dann vom Kreißsaal zurück auf die Station, um Christian anzurufen; denn jetzt sollte die spannende Phase beginnen.
Der Weg von Kreißsaal zur Station wurde von mehreren Stehpausen unterbrochen; denn die Wehen waren wirklich schmerzhaft. Da war nix mit laufen oder sprechen oder dergleichen. Als ich Christian dann am Telefon hatte, bekam ich erneut eine Wehe. Da er mich nicht gleich verstanden hat und ich nicht weiter sprechen konnte, hielt ich der Stationsschwester einfach den Hörer hin. Warum ich überhaupt persönlich mit Christian sprechen sollte, weiß ich auch nicht. Ich hatte doch andere Probleme. Na ja, egal. Ich sollte dann zurück zum Kreißsaal, was wieder etwas dauerte. Ihr wisst schon - die Wehen.
Dort bekam ich dann einen Einlauf verpasst. Jedoch durfte ich nicht sofort auf die Toilette. Der Einlauf sollte erst wirken. Das fiel mir nicht leicht; denn wenn eine Wehe kommt, drückt alles nach unten und es durfte doch nichts nach unten drücken, sonst... Christian kam kurz darauf und noch einmal kurz darauf bin ich auf der Toilette verschwunden. Das war schrecklich. Ich dachte, ich komme nie wieder dort herunter. Ich wusste nicht, ob es sich um eine Wehe handelte oder ob der spürbare Druck vom Einlauf resultierte. Einfach nur schrecklich dieses Gefühl. Irgendwann dachte ich dann, dass wohl nix mehr kommen könne und ich wagte mich nach draußen. Da begegnete uns der Arzt und meinte, die junge Frau von dem einen Kreißsaal hätte ihr Kind gerade bekommen. Die hat's gut, dachte ich nur, und ich habe noch alles vor mir. Nun untersuchte mich die Hebamme noch einmal und der Muttermund war nun schon vollständig geöffnet. Ich bekam dann ein Nachthemd vom Krankenhaus und musste in den Kreißsaal.
Dort war Christian an meiner Seite und wollte mir immer helfen und mich trösten, indem er mich streicheln wollte usw. Das wollte ich jedoch nicht. Es tut mir im Nachhinein Leid, dass ich ihn so abwies, aber ich musste mich konzentrieren. Das konnte ich am besten, wenn ich mich nicht auf anderes einlassen musste. Es war schon hilfreich genug, dass er dort bei mir war und ich wusste, dass ich nicht allein war. Aber ansonsten bekam ich von meiner Umgebung nicht viel mit. Die meiste Zeit hatte ich die Augen geschlossen und raufte mir die Haare bei jeder Wehe. Ab und zu kam die Hebamme herein und sah nach dem Rechten.
Dann merkte ich irgendwann, dass da das Köpfchen nach unten drückte, nach der Wehe aber wieder hineinrutschte. Ich dachte nur: Wie lange solle es denn dauern, wenn er immer wieder hineinrutscht. Irgendwann sagte dann die Hebamme, man sähe schon schwarze Haare. Und wieder irgendwann sagte sie, ich solle mich auf den Rücken drehen. Da wusste ich: Jetzt kann es nicht mehr lange dauern. Gott sei Dank, gleich ist es vorbei, ging es mir durch den Kopf.
Jetzt bemerkte ich auch, dass der Arzt ebenfalls im Kreißsaal war und das Vita 34-Paket mitgebracht hat. Das nächste, was ich mitbekam, war nur, dass ich jetzt pressen sollte, damit der kleine Mann rasch ans Licht der Welt käme. Was zwischendurch und wie das alles abgelaufen ist, müsste Christian jetzt hier hineinschreiben, weil ich absolut nichts so richtig mitbekommen habe. Irgendwie lief alles an mir vorbei und ich war nicht richtig dabei.
Heute ist der 13.09.2005. Morgen sollte unser Leo laut Entbindungstermin das Licht der Welt erblicken. Jedoch konnte oder wollte unser Sohnemann nicht so lange warten und kam deshalb schon am 06.09.2005 zur Welt. Genau eine Woche ist es jetzt her, genau 7 Stunden und 26 Minuten war er vor einer Woche alt; denn jetzt ist es 12:04 Uhr. Ich kann es kaum glauben, dass alles schon wieder eine ganze Woche her sein soll. Wo ist die Zeit geblieben?
Vor einem Jahr waren Christian und ich schon fleißig am Üben, aber so recht wollte es nicht gleich klappen. Dann am 20.12.2004, als wir beide wegen Aufträgen keine Zeit für solche Gedanken hatten, muss es wohl passiert sein; denn am 03.01.2005 hielt ich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Ich wusste gar nicht, ob ich es wirklich glauben sollte und kaufte deshalb noch einen weiteren Test - nur um sicher zu gehen. Der zweite Test war ebenfalls positiv.
Eigentlich wollte ich Christian ja mit etwas Besonderem überraschen, aber ich war viel zu aufgeregt und musste es ihm sofort mitteilen. Er sah ziemlich verdutzt aus, weil es so aus heiterem Himmel geschehen ist. Es rechnete eben niemand damit.
Am nächsten Tag rief ich gleich bei meiner Frauenärztin an, um einen Termin zu vereinbaren. Ich wollte unbedingt etwas auf dem Ultraschall sehen und von der Ärztin die Schwangerschaft bestätigt haben, damit ich es wirklich glauben konnte. Am 10.01.2005 hatte ich dann meinen ersten Termin. Dort wurde dann auch wirklich meine Schwangerschaft bestätigt. Es war ein überwältigendes Gefühl.
Von nun an musste ich alle vier Wochen zur Vorsorge. Der Ultraschall war jedes Mal ein sehr schönes Erlebnis. Am 10.02.2005 hat Leo auf dem Ultraschall gezeigt, was er kann und mit Händen und Füßen gestrampelt. Auf dem Nachhauseweg musste ich die ganze Zeit lachen. Ich konnte damit einfach nicht aufhören - so glücklich war ich. Zu Hause wollte es niemand glauben, aber es ist wirklich wahr.
Das einzig Negative an der Schwangerschaft war, dass ich einige Male Migräneattacken hatte und dass mir bis zum 5. Monat jeden Morgen übel war und ich spucken musste. Ab dem 6. Monat aber ging es mir einfach nur prächtig.
Bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung erahnte die Ärztin, dass es sich bei dem kleinen Lebewesen in mir um einen Jungen handelte. Das machte Christian besonders stolz. Typisch Männer! ![]()
Die vier Wochen bis zur nächsten Vorsorgeuntersuchung zogen sich endlos hin. Man konnte es kaum erwarten, wieder einen Blick auf den kleinen Buben in mir zu werfen. Dann kam die erste Vorsorgeuntersuchung mit CTG. Das erste Mal richtig lange die Herztöne unseres Sohnes zu hören, war wunderschön. Christian hat mit der Videokamera festgehalten, wie das CTG geschrieben wurde.
Als meine Ärztin Urlaub hatte, musste ich zum CTG ins Krankenhaus. Das Krankenhaus Burg hat zwei Kreißsäle. Ich wurde genau in dem Kreißsaal ans CTG angeschlossen, in dem ich auch klein Leo einige Wochen später gebar.
Am 05.09.2005 musste ich zur vorletzten Vorsorgeuntersuchung laut errechnetem Entbindungstermin. Als mein Blutdruck gemessen wurde, bekamen alle einen Schrecken - 192 zu 107. Das war erschreckend hoch. Ich sollte den Blutdruck nochmals zu Hause oder in einer Apotheke nachmessen lassen. Christian kaufte sofort ein Blutdruckmessgerät für zu Hause. Dennoch ließen wir den Blutdruck auch in der Apotheke nachmessen. Viel niedriger war er dort auch nicht. Deshalb wollte die Apothekerin mir das von der Frauenärztin mitgegebene Rezept auch nicht aushändigen. Sie riet mir, mich ins Krankenhaus zu begeben. Das tat ich aber nicht. Stattdessen ging ich nachmittags noch einmal zu einer anderen Apotheke und ließ mir dort noch einmal meinen Blutdruck messen. Erst funktionierte dort nichts, dann kamen Werte heraus, die miteinander überhaupt nicht harmonierten, meinte die Apothekerin. Sie meinte zudem, dass mein Puls viel zu langsam sei. Er lag dort bei 59.
Ich holte dann meine Mutti von der Arbeit ab und wir fuhren nach Hause. Dort machten wir Abendbrot - Reis mit Hühnchenfleisch "Gärtnerin Art". Esse ich super gern und nehme eigentlich auch immer einmal nach. Aber an dem Abend passte nichts mehr in meinen Bauch. Zudem war er die ganze Zeit über hart. Kurzum ich fühlte mich einfach nicht wohl.
Abends sah ich dann mit Christian fern. "Supermamas" lief auf RTL II. Irgendwann bekam ich dann ein Ziehen im Bauch. Ich wusste nicht, was das war. Aus Spaß stellte ich mir eine Uhr hin und maß die Zeiten zwischen diesem Ziehen. Es kam unregelmäßig. Mal alle zwei Minuten, dann vergingen wieder acht Minuten. Das zog sich eine Weile hin. Christian meinte auf meinen Verdacht, dass es womöglich Wehen seien, dass es bestimmt nichts weiter ist. Er meinte, ich solle mir ein Bad einlassen. Wenn danach das Ziehen nicht nachlässt, dann sind es bestimmt Wehen. Lässt das Ziehen nach, war es Fehlalarm.
Als ich dann ins Bad wollte, bemerkte ich, dass ich das Wasser nicht mehr halten konnte. Das war ziemlich unangenehm, weil es ziemlich viel war. Die Farbe des Wassers war rosa, also musste es sich um Fruchtwasser handeln. Jetzt wurde ich leicht panisch, da niemand damit rechnete, dass es so schnell losgeht. Christian hat alle Sachen zusammengepackt und ab ging es ins Krankenhaus.





